Verlegehinweise

BAUPHYSIOLOGISCHE ASPEKTE
 
TRAGESTRUKTUR
 
BEFESTIGUNG
UND
PROFILE
 
HINTERLÜFTUNG
UND
WASSERWEHR

Hinterlüftung und Wasserwehr

  •  LÜFTUNG 
Deckenlänge
(in Beentlüftungsrichtung)
 
Hohlraum 
Unterkonstruktion Holz Unterkonstruktion Metall
Minimum Empfohlen Minimum Empfohlen
0 - 10 m 20 mm 40 mm 30 mm 40 mm
10 - 20 m 25 mm 40 mm 30 mm 40 mm
> 20 m 30 mm 40 mm 30 mm 40 mm

Sehr wichtig ist es, dass nicht nur ein breiter ununterbrochener Hohlraum vorgesehen wird, sondern dass auch an der Unter- und Oberseite jeder Fassadenunterbrechung (Fenster, Balkons, ...) Be- und Entlüftungsöffnungen angebracht werden. Hierdurch werden eine flotte Luftzirkulation und ein schnelles Austrocknen des Hohlraums gewährleistet.

Die minimale Abmessungen der Ein- und Auslaßöffnungen sind:
- Oberflächenhöhe ≤ 1 Meter: wenigstens 50 cm² per Meter Fassadenlänge, die Öffnungen sind wenigstens 10 mm breit. Schmale Schlitze sind der Belüftung eher abträglich und können deshalb nicht als Be- und Entlüftungsöffnungen gelten.
- Oberflächenhöhe > 1 Meter: unten und oben eine durchlaufende Öffnung von wenigstens 100 cm² per Meter Fassadenlänge vorsehen (Realfläche, nach Verrechnung des Sektionsverlustes durch das Belüftungsprofil).
Bei Hochbau empfehlen wir um ununterbrochene Fassadenflächen höhenmäßig in Kompartimente einzuteilen.

Gegen Ungeziefer versehen Sie alle Be- und Entlüftungsöffnungen die breiter sind als 10 mm mit einem perforierten Lüftungs-Abschlußprofil - der beste Schutz gegen Ungeziefer.

 

  • WASSERWEHR

Neben der Belüftung dringt auch Feuchtigkeit in den Hohlraum ein. Vor allem bei heftigen Windstößen dringt Regenwasser über die Plattenfugen in den Hohlraum, bis gegen die Innenwand oder den Dämmstoff. Es ist deshalb auch sehr wichtig diesen Wassereintritt zu vermeiden und um die Dämmschicht und/oder die Innenwand zu schützen.

-    Hohlraum bis 40 mm:
    Um den Dämmstoff gegen Wassereintritt zu schützen wird an der Hohlraumseite der Dämmung eine wasserdichte aber dampfoffene Folie angebracht.
Diese dampfoffenen Folie muss eine hohe UV-Beständigkeit haben (max. µd-Wert = 0,05 m), elastisch und reissfest sein.
Achten Sie vor allem bei den Überlappungen und Stößen darauf dass alles perfekt dicht ist.
Den Rand der Folie gut befestigen und achten Sie darauf dass die Lüftung nicht beeinträchtigt wird.
Nehmen sie eine schwarze Folie, dann gibt es auch bei den Tafelfugen einen einheitlich schwarzfarbigen Hintergrund.

-    Hohlraum + 40 mm:
Bei genügender Hohlraumbreite wird meistens eine Ausführung ohne wasserdichte, dampfoffene Folie genommen. Verwenden Sie dann Dämmplatten mit einer schwarzen Schutzlage.